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computer:linux_auf_einem_pcd-5nd

Linux auf einem PCD-5ND

Dies ist eine höchst unvollständige Anleitung, wie man SuSE Linux 8.0 Professional (und wohl auch einige andere Distributionen) auf einem Siemens-Nixdorf PCD-5ND Notebook installiert. Es umfaßt die nötigsten Parameter, geht aber erstmal davon aus, daß derjenige, der diese Installation durchführt, ein wenig Ahnung von der Materie hat.

Insbesondere sei darauf hingewiesen, daß zusätzlich zum Notebook ein externes CD-ROM nötig ist, das von Linux unterstützt wird (am praktischsten ist wohl eine ISA-SCSI-Karte in einer Station-Box mit einem externen SCSI-CD-ROM) oder eine Festplatte, die groß genug ist, um die Installations-Dateien zu halten (die 1,2 Gb-Platte, die mit vielen ausgeliefert wurde, reicht hierzu wohl nicht aus, außerdem müßten in diesem Fall die Daten irgendwie (z.B. Netzwerk) auf die Festplatte kommen).

Wer allerdings diesen Weg gehen konnte und Erfolg hat, hat einen praktischen Netzwerk-PC, den man variabel als leisen (der PC hat keinen Lüfter!) Router-, Firewall-, Printserver-, Terminal- oder VNC-Server-PC einsetzen kann. Auch als Anrufbeantworter kann er mit entsprechender Software dienen.

Installationsquelle

Es ist ein externes CD-ROM nötig, da der PC selber kein CD-ROM hat. Ich habe dabei auf ein SCSI-CD-ROM zurückgegriffen, das an einem AHA-1522b von Adaptec (ISA-SCSI-Controller) in einer externen Station-Box angeschlossen ist. Wer allerdings Platz genug auf der Festplatte hat, kann die Installations-CD's auch auf eine Partition der Festplatte kopieren und von dort installieren.

Boot der Installation

Mit den Bootdisketten von SuSE 8.0 Professional (es reicht die normale Bootdisk, die „i386“ ist nicht nötig) kann man im manuellen Setup im Textmodus die nötigen Treiber laden (SCSI). Danach sollte der Start der Installation möglich sein. Natürlich geht das aber nur im Text-Modus - bei 24 Mb RAM kann man keine bunten Bilder erwarten.

Partitionierung der Festplatte

Da der PC nur 24 Mb RAM hat, ist es nötig, eine swap-Partition einzurichten und zu aktivieren. Dazu fordert das Installationsprogramm auf. Dies geht, indem man, sobald man dazu aufgefordert wird, den swap-Speicher zu aktivieren, auf eine andere Konsole wechselt (Alt-F*), dort FDISK aufruft, und die nötigen Partitionierungen vornimmt.

Dies ist eine Step-by-step-Anleitung, für die ich keine Garantie übernehme. Vor allem sollte man sich bewußt sein, daß ALLE Daten auf der Festplatte gelöscht werden.

$ fdisk /dev/hda
bzw.
$ fdisk /dev/sda
m (Help)
p (Partitions-Tabelle anzeigen)
d (löschen)
1 (die 1. Partition)
p (Partitions-Tabelle anzeigen)
n (neue Partition)
p (primäre Partition)
1 (als 1. Partition)
<ENTER> (am Anfang starten)
+100M (Größe 100 Mb)
p (Partitions-Tabelle anzeigen)
t (Partitions-ID ändern)
1 (die 1. Partition)
L (zeigt alle Möglichkeiten an)
82 (Linux Swap)
p (Partitions-Tabelle anzeigen)
n (neue Partition)
p (primäre Partition)
2 (als 2. Partition)
<ENTER> (direkt nach der 1. Partition)
<ENTER> (default-Größe - den Rest)
p (Partitions-Tabelle anzeigen)
w (Partitions-Tabelle schreiben)
$ mkwsap /dev/hda1
bzw.
$ mkswap /dev/sda1

Installationseinstellungen

Die vorgeschlagenen Einstellungen für die Installation sind gut getroffen, der Rest der Festplatte wird mit Reiserfs partitioniert, formatiert und darauf die nötigen Dateien installiert.

SCSI-Hostadapter

Da das System über kein PNP-BIOS verfügt, sind keine PNP-Informationen über lspnp oder sonstwie verfügbar. Deshalb werden die Adress- und IRQ-Einstellungen der SCSI-Karte in der Regel nicht automatisch erkannt, man muß sie dem System selber mitteilen. Am praktischsten ist es, diese im Startup-Skript (siehe unten) mit einzutragen:

% insmod aha152x io=0x140 irq=11

Wer ein (vielleicht nicht ganz so stolzer) Besitzer einer SCSI-Karte ist, auf der DTCT-436P steht, die auch als DTC-3181 bekannt ist (sie wurde meist bei Scannern von Mustek bzw. Umax mitgesendet), darf sich freuen, auch diese Karte funktioniert. Allerdings muß man dazu einen NCR-Treiber starten (versteh' einer diese Logik). Nun, der Befehl dazu lautet:

% insmod g_NCR5380 ncr_addr=0x280 dtc_3181e=1

X

Der Graphikchipsatz C&T 65545 wird nicht automatisch erkannt, also wird es hier ein wenig aufwendig.

  1. XFree86 3.0 verwenden
  2. Monitor als 800×600 @ 56Hz CRT (nicht LCD) wählen
  3. 800×600 @ 8 Bit Farben auswählen

Sollte nach einem Reboot der X-Server nicht richtig starten, kann ein Restart des xdm helfen. Dazu muß man eine Datei anlegen, z.B. /etc/init.d/startup_skript, in die man „rcxdm restart“ einträgt und die man mit

% chmod 755 startup_skript

ausführbar macht. Dann muß man noch in /etc/init.d/rc5.d einen symbolischen Link machen:

% ln -s S14startup_skript ../startup_skript

Dabei bedeutet das „S“, daß dieses Skript beim Hochfahren ausgeführt wird, während die darauffolgende Zahl sich auf die Reihenfolge in Bezug auf die anderen S* -Dateien im selben Verzeichnis bezieht.

PCMCIA

PCMCIA-Packet installieren, in der /etc/sysconfig/pcmcia den Chipsatz „i82365“ eintragen, indem man die Zeile PCMCIA_PCIC=„“ in PCMCIA_PCIC=„i82365“ ändert, PCMCIA starten…

Netzwerkkarte

In YaST eine neue Netzwerkkarte hinzufügen, PCMCIA anclicken, IP… zuweisen, fertig.

Sound

Der Soundchip ist ein ESS ES1688. Mit den Standard-Treibern läuft er noch nicht… Der SoundBlaster 1.0/2.0/Pro-Treiber läuft. Weder yast noch alsaconf können da helfen…

„Have a lot of fun…“

Copyright © Christian Datzko, 1996-2009. Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.
computer/linux_auf_einem_pcd-5nd.txt · Zuletzt geändert: 01.09.2009 02:00 (Externe Bearbeitung)

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